Internationale Zentralbanken senken in einer gemeinsamen Aktion die Leitzinsen

Sechs der führenden Notenbanken treten der Finanzkrise mit einer gemeinsamen Zinssenkung entgegen. Die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Federal Reserve und die britische Bank of England (BoE) reduzierten heute in einer konzertierten Aktion ihre Leitzinsen.
Die EZB senkte den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent. Die US-Notenbank reduzierte den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent. Die britische Zentralbank ermäßigte den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent.

Die Risiken einer globalen Wirtschaftsabschwächung werden klar gesehen, deshalb rückt die Inflationsbekämpfung derzeit in den Hintergrund.

Der Inflationsdruck hat aber in erster Linie durch die gefallenen Rohstoffpreise und Nahrungsmittel-Erzeugerpreise in einigen Ländern nachgelassen.

Die US-Notenbank begründet ihre Zinssenkung mit einer erwarteten weiteren  Konjunkturabschwächung und einem nachlassenden Preisdruck. “Die Verschärfung der Finanzmarktkrise dürfte einen zusätzlichen Druck auf die Konsumausgaben ausüben”, schreibt die US-Notenbank in einer eigenen Erklärung. “Für Haushalte und Unternehmen dürfte es schwieriger werden, Kredite zu erhalten. Die Entscheidung der US-Notenbank sei einstimmig erfolgt. Man werde die Entwicklung weiter beobachten und gegebenenfalls handeln, um Wachstum und Preisstabilität zu sichern.”

Die EZB erklärte: “die Aufwärtsrisiken für die Inflation hätten zuletzt weiter nachgelassen. Es bleibe aber notwendig, breit angelegte Zweitrunden-effekte zu verhindern”.
An der Zinssenkung nahmen auch die Nationalbanken Schwedens, Kanadas und der Schweiz teil. Die japanische Nationalbank senkte die Zinsen nicht, will die gemeinsame Aktion aber unterstützen.

 

 

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